Tipps zur Bewerbungsmappe mit Lebenslauf und Anschreiben
Umfang und Gestaltung einer Bewerbungsmappe sollten der angestrebten Position entsprechen. Zahlreiche Bewerbungsratgeberseiten im Web führen teilweise zu ein wenig grotesk anmutenden Resultaten. Teure Bewerbungsmappen aus Leder wirken bei den meisten Stellen deutlich übertrieben. Natürlich sollten die Unterlagen sauber sein, mindestens auf einem höherwertigen Tintenstrahldrucker mit sauberen Druckbild ausgedruckt werden, was auch in vielen Copy-Shops möglich ist. Wer sich für einen Moment in die Lage des Empfängers versetzt, erkennt schnell, worauf es ankommt. Wichtiges muss auf den ersten Blick erkennbar sein. Der Leser sollte sich in höchstens zwei Minuten einen Endruck verschaffen können, ob der Bewerber grundsätzlich geeignet erscheint und die Bewerbung eingehender zu prüfen ist.
Bewerbungsmappen müssen die Vorprüfung überstehen
Bevor die eingehenden Bewerbungen den Schreibtisch des Entscheiders erreichen, fallen bereits einige der Vorprüfung zum Opfer. Häufigster Grund sind Fehler in der Anschrift. Diese sollte peinlich genau aus der Stellenanzeige übernommen werden. Erstaunlich häufig treten Fehler bei der Rechtsform des Unternehmens auf, aus einer GmbH wird dann eine AG oder KG. Wenn ein direkter Ansprechpartner genannt wird, ist die Bewerbung selbstverständlich an diesen zu richten. Vorsicht ist bei dem oft erteilten Ratschlag geboten, in jedem Fall einen Ansprechpartner telefonisch zu erfragen, falls keiner genannt wird. Mit derartigen Anrufen bombardiert zu werden, wird oft eher als lästig empfunden. Ausgenommen sind solche Stellenanzeigen, in denen eine Telefonnummer für Rückfragen ausdrücklich angegeben wird.
Das Bewerbungsanschreiben
In Zeiten von Textverarbeitungsprogrammen kann erwartet werden, dass die Formatierung des Anschreibens den Gepflogenheiten des Geschäftsverkehrs entspricht, insbesondere bei kaufmännischen Berufen. Eine Übersicht dazu findet sich unter http://www.din-5008-richtlinien.de. Zu bedenken ist, dass ein Anschreiben nicht länger als eine Seite sein sollte und daher nur sehr wenig Platz bietet. Dieser sollte nicht mit Selbstverständlichkeiten wie „Hiermit bewerbe ich mich auf…“ vergeudet werden. Das Stellenangebot wird in der Betreffzeile genannt, der Leser weiß also bereits, dass es sich um eine Bewerbung handelt.
Der Lebenslauf – Vita als Kernstück einer Bewerbungsmappe
Üblich ist es heute, mit den letzten Stationen zu beginnen, um dem Leser einen schnellen Überblick zu ermöglichen. Ein schwieriges Thema sind Lücken im Lebenslauf. Zeiten der Arbeitslosigkeit kaschieren zu wollen, verspricht wenig Erfolg. Der Leser kennt alle zu diesem Zweck gebräuchlichen Tricks. Der beste Umgang mit solchen Lücken besteht darin, sie offen zu benennen und dabei anzugeben, wie diese Zeit sinnvoll genutzt wurde, indem beispielsweise im Selbststudium bestimmtes Know-How angeeignet wurde. Jedoch auch hier sollte man stets bei der Wahrheit bleiben und nicht seinen Lebenslauf pimpen zu wolllen.